Cavaionc-Blick ins innere Tal
Cavaionc-Blick ins innere Tal
Besucher
Online:
1
Besucher heute:
24
Besucher gesamt:
50.383
Besucher pro Tag: Ø
22
Zählung seit:
 13-08-2011

Passwort vergessen?

 

Vorbemerkung

Das Calancatal liegt im Grenzbereich der Ökumene, Relief und Klima setzen der Landnutzung enge Grenzen. Im Landschaftsbild dominiert der Naturraum, was wir aber sehen und erleben ist eine in Jahrhunderten gewachsene Kulturlandschaft, ein Lebensraum für Menschen. Sie wurde und wird wesentlich gestaltet durch die sich laufend verändernde bäuerliche Bewirtschaftung.
Zwangsweise führt allein schon die Besiedlung durch den Menschen zu ersten Eingriffen in die Landschaft, mit wachsenden Bedürfnissen und Ansprüchen nehmen diese zu. In der traditionellen Kulturlandschaft des Calancatals bestand über Jahrhunderte ein Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Zwar wurde der arge Lebensraum bis zum Äußersten genutzt, doch die menschlichen Tätigkeiten ordneten sich in die Naturlandschaft ein, die Landnutzung war im umfassendsten Sinn nachhaltig. Bedingt durch die stagnierende wirtschaftliche Entwicklung blieben durch die moderne Technik möglich gewordene größere Eingriffe in die Landschaft auch in den letzten Jahrzehnten selten.

Landschaften sind dynamisch, sie verändern sich ununterbrochen. Das gilt insbesondere auch bei einer Extensivierung der Landnutzung zufolge Abwanderung. Kulturlandschaften erfordern einen ständigen Pflegeaufwand, sie sind nicht zum Nulltarif zu haben. Wo sich der Mensch zurückzieht, kommt die Wildnis, bei uns früher oder später in Form von Wald.
Soll man was dagegen tun? Während sich die einen aus Naturliebe über diesen Prozess freuen, beklagen die anderen den Verlust von Kulturland. Die Zunahme der Waldflächen in peripheren Lagen hat unbestritten auch positive Seiten und ist in Tälern, die von massiver Abwanderung betroffen sind und schwierige topografische Bedingungen aufweisen auch gar nicht zu verhindern. Es gibt aber gewichtige Gründe, die für eine zumindest teilweise Erhaltung der Berglandwirtschaft und damit verbunden der traditionellen Kulturlandschaft sprechen, vorausgesetzt man will die Dörfer im Tal nicht sterben lassen.

  • In Randregionen zählt jeder Arbeitsplatz, jede Familie, die im Dorf bleiben kann
  • Naturnahe Kulturlandschaften sind reichhaltiger als die Naturlandschaft, se beinhalten artenreichere Lebensräume
  • Der Tourismus stützt sich auf halboffene naturnahe Kulturlandschaften mit Wiesen, Alpweiden, Aussichtspunkten etc., bei totaler Verwaldung nimmt die Erholungseignung der Landschaft ab.
  • Zumindest punktuell sollen Zeugnisse der traditionellen Kulturlandschaft, die den südalpinen Raum über Jahrhunderte geprägt hat, für die Nachwelt gerettet werden, nur so bleiben die früheren Wirtschaftsformen für den heutigen Menschen anschaulich.
tl_files/files/pictures/Aktuelles/ruine Kopie.jpg   tl_files/files/pictures/Aktuelles/ruine3 Kopie.jpg   tl_files/files/pictures/Aktuelles/ruine2 Kopie.jpg
Ruinen traditionell genutzter Wirtschafts- und Wohngebäude und Nutzflächen oberhalb von Cauco